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Guter Mensch von SEZUAN - Eine neue BeENDigung

Dieser Eintrag stammt von Norbert Schmitt Am 19.8.2007 @ 22:42 In EPISCHE eSSAYS; sHORTsTORIES & EINfachHEITen | Keine Kommentare

>Im Gerichtssaal nach dem Eintreten Chen Te mit den Richtern (Erleuchteten)
>entsteht Aufregung und Durcheinandergelaufe.
>—–
>Die Richter sprechen Chen Te mit ausladender Geste frei.
>
>–
>Erleuchteter 1:
>Menschen sind nicht alle gleich, wenngleich sie gleich sich dünken.
>D’rum ist dies Urteil hier, gerecht - bei Beachtung der inn’ren Seele
>und nicht nur physischer Gesetze…….
>Erleuchter 2:
>Der Seele Vielfalt muss Raum gewährt werden!
>Der Geist hat viele Facetten- auch, wenn der Bürger’s gerne einfach hätte.
>
>—–
>Der Barbier:
>Der Charakter ist der Schlüssel zur Erkenntnis und er ist der Schlüssel zur
>Wahr-Nehmung.
>Daher sagte ich schon oft in meinem Leben in taube Ohren, dass er meiner
>Meinung nach
>weitaus mehr (heraus-)gebildet werden kann als man allgemeinhin annimmt.
>(Tragend sagt er:)Authentisches findet man selten.
>
>Der Polizist:
>Du hast recht, wenn Du sagst, man träfe selten auf integre Menschen,
>jedoch kann man nach der Bildung der eigen-en Eigen-Schaften trachten und
>jenes
>wiederum ändert das Umfeld, die Umstände und die Welt mittelbar.
>(nachdenklich:)
>Was ist die Frucht-an der Tage Ende.
>Prozesse des Lebens-Leid und Erkenntnis.
>Geburten mit Toden-Kräfte der Kraft.
>Sei getrost-Sie kommt mit Pracht.
>
>——–
>Wasserträger/mann zu Chen Te:
>Geh mit mir zusamm’-an der Welten Rand.
>Sag’ wohin mich wenden-Größe erwartend.
>Schöne Seele die R(r)eine-gibt unbeschmutzt.
>Hygiene des Geistes-fordert Tribut-Todes-Mut-
>
>——–
>Der Tuchhändler zu dem Tischler:
>Lass’ mich sagen, die wunderschöne Chen Te, deren Leib von Ihrer Seele
>durchglänzt
>zu lichten Höhen steigt, wird wandeln Ihr Umfeld und dadurch des Geistes
>Pracht in
>dieser eklen Welt zur Verherrlichung verhelfen.
> ——-
>Der Tischler:
>—-
>Das Wesentliche im Auge-den Verlust erduldend.
>Erfüllt von sehnend’ Schmerz-Kümmernis Kunde erbittend.
>wagnis Wahn verschmelzend-Zeiten stehen still.
>——
>
>Chen Te tritt zum Publikum links:
>———–
>-ErSehnen des Nullpunktes-…(lange PAUSE)…
>Zug zwischen hier und dort.
>Ein Dazwischen gibt ein Zentrum.
>Ein Ziehen, welches trägt.
>Wollen, das sich gibt.
>Spüren, das vermisst.
>Ein GewahrSein in Entfaltung.
>Des Urteils Stillstand.
>Der Nullpunkt gebiert freies Weben
>’Sehnen. Intuitiver Tanz des Lebens.
>Geburt der Handlung wird zur Kunst.
>
>——-
>Erleuchteter 2:
>——-
>Sieh’ da! Der Wasserverkäufer erblüht durch Ihre Liebe.
>Der Ärmste der Sünder wird zum König der Frösche Sezuans.
>——-
>Erleuchter 1:
>——-
>Ei, ich seh’s! Sie sammeln um sich die, welche gewillt sind ihren Charakter
>zu veredeln.
>(Sie sammeln strebend Volk um sich, welches tätig umherschwirrt und tanzt in
>bunten Farben-
>andere jedoch hocken abseits in grau und nörgeln sich ins Grab-
>–kärgliches kauern in einer dunklen erdigen Ecke auf einer Bank/Sarg)
>—-
>Nun hat sich das Bühnenbild durch Einstrahlung von verschiedenfarbigem Licht
>auf eine vorher unsichtbar gebliebene seidenartige Leinwand in der Mitte der
>Bühne
>des Gerichtssaals in das innere eines *Bienenstockes* verwandelt.
>Wabenartige Ballen werden umhergetragen und gepackt und manche sitzen sich
>unterhaltend
>und (unschuldig)schmusend auf Waben.-Einspielung ggfs von Pachelbels Canon i
>gigue-
>—–
>Chen Te zum Publikum rechts:
>In der Hoffnung schreitend-der Süsse Fülle schmeckend.
>Gebende Hingabe trägt- schicksalstriefend’ Welle.
>Gourmet der Künste-kostet reiche Frucht.
>Bittersüsses Streben.
>———
>
>Wasserverkäufer/mann zu Chen Te:
>Der Ereignisse sanft gelingen-Liebe, welche lässt und webt.
>geh’und sieh’ der Welten Pracht-Schönheit und Sinn gibt Wesen
>Macht und Ohnmacht-kleinste Majestät.
>—
>Chen Te zum Wasserverkäufer/mann:
>—
>Am Haltepunkt wartend-Behörden entrückt.
>Fühlend die Zugkraft-zurück zu Engelsgleichem.
>An wohlmeinenden Pforten-harrst Du auf mich.
>Kräfte aus dem (Wasser-)Äther spendend.
>
>—–
>Der Flieger zu Chen Te:
>—–
>Betätigung des Leibes-Der Sinne Betören.
>Gibst mir sanfte Weichen-Der Wege Weisen.
>Flug durch Berg und Täler-Es geschieht mir Innen.
>Draussen wird Drinnen -Mächtige!-
>———-
>
>Zu den Erleuchteten gewandt rezitiert die Gemeinschaft der Bunten:
>—–
>Erwacht in feierlichstem Gewande-getröstet von tönendem Säuseln.(Pachelbel
>wird wieder angespielt)
>Die Kälte entäussernd-wärme produzierend.
>Der Sonne Macht-versetzt ins Zentrum.
>Schöpfender Quell.
>——-
>Chen Te kühl und ETWAS verächtlich:
>(gewandt zu 2 kalten und lauen Gesellen die so tun als seien sie mit
>Herzenskräften dabei)
>—-
>Kälte, die wärmend sich dünkt-bedachte Aktion als Mittler.
>Tun ist das Medium-verweigernd die Berührung.
>Der Unmittelbarkeit entäussert-gelingt der Lüge Täuschung!
>—————
>Chen Te:
>gewandt zu den Freudigen:
>schickt die 2 Lauen zu den Grauen!
>Wenn sie willens sind, mögen Sie wiederkehren!
>
>Erleuchteter 1:
>—
>Nettigkeit herbeiführend-aktives justieren.
>Wandlung der Situation-der Sympathie Macht.
>Unparteiisches Zuwenden-Urteil schweig!
>Nichts zu Wissen-Muss erlernt sein!!!!!
>—–
>—Vorhang—
>
>Chen Te tritt vor den Vorhang und sagt bedächtig sanft:
>WeiheNacht brachte und bringt-
>des Patriarchats Ende…….(-PAUSE-)………….
>Gleichklang der Kräfte potenziert-
>Frieden und Herrlichkeit der MACHT……(-PAUSE-)….
>kein Brevier!…….Erlass! -
>Freiheit ist ein Zustand!!!!!!!(<-LAUT-)-
>
>—(Pause)—
>Lebensvolle Glut-reissende Strömung.
>Erfüllende Siegestat-ruhmreiches Geheimnis.
>—(Pause)—
>Die Nacht zum Tag - wenn angelernte Ethik schweigt.
>Schaffen aus dem Vollen- gebt Genien freien Raum!
>Frage wird zur Antwort-Ausrichtung bringt Segen.
>-Angebot der Weile….greifet zu!
>
>(Chen Te breitet die Arme aus-zuerst der linke Arm dann der rechte, wie eine
>Umarmung des Publikums..-
> und verharrt in dieser Geste bis sich der Vorhang auftut und die anderen
>Schauspieler zum Applaus erscheinen.)
>—-ENDE—-

-von Norbert Schmitt (www.NorbertSchmitt.com)


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