Archive für August 2007

Berlin

Es logen die Berliner Katzen

Traumhaft war dafür ihr Lohn

Gebeutelt wurden

Ihre wunderlichen Taten

Zeitalter Danach

Das Pendel schwingt mit

NaturVerbund’nen Augen

Maskeraden

Masken

Masken hintergeh’n

Hintergeh’n bis

Bis Schönheit

Schönheit zerfällt

Zerfällt zu Fratzen

Fratzen zeigen

Zeigen Charakter

Eine Begegnung

Samstagabend fand, wie fast jede Woche, eine Cocktailparty bei Monsieur Eichel statt.
Die Eichels luden immer gerne ihre Freunde, Bekannten und Geschäftsfreunde in ihrenweiträumigen weissen Bungalow im Bauhaus-Stil mit schön gelegener und weit ausladender Terasse ein.

An diesem Samstag war Markus Trolley zugegen. Er hatte ein sehr eigentümliches Wesen. Sagen wir, er hatte ein introvertiertes, fast statisch erscheinendes, Gesicht, wobei gesagt werden muss, dass seine Introspektion eher doch nur auf sein äusseres Erscheinungsbild sich bezog.

Markus Trolley war ein bekannter und reger Vetreter der Kunst des Handels, er liebte es zu verkaufen. Am allerliebsten verkaufte er sich selbst und seine Masken, von denen er nicht einmal wusste sie zu besitzen. Er hielt sich nämlich für überaus offenherzig und zugänglich.

In der Gesellschaft, in der er sich nun befand, die Macht & Ohnmacht GmbH und Co Kg, hatte er auch allen Grund dazu, denn die Geschäftswelt lag ihm zu Füssen.
Was er tatsächlich verkaufte tut hier und für uns nichts zur Sache, denn es war nicht nur ihm vollkommen egal, sondern auch seinen Gratulanten. Roch es wohl nach Natursekt und Kaviar, war doch allen klar, er konnte sich vieles und Was leisten. Ähnlich wie Ludwig dem XIv oder XVI, der den Tannenbaum und die Lotterie erfand, letzteres mit Hilfe Voltaires, um die Kassen zu füllen, - war ihm jedes Mittel recht.

Seine Gastgeber, z.B., machten ihr Geld dadurch, dass sie ständig, in ganz Europa, Luxushotels und Ähnliches aufbauten mit Kompagnions und deren Geldern.
Diese Gesellschafter wurden regelmässig nach der Errichtung und dem Anlaufen der Lokalitäten, entmachtet und den Banken zum Fraß vorgeworfen.
Natürlich wurde, wie es üblich ist, vorher alles bewegliche Kapital aus den Projekten auf Konten in Übersee verfrachtet und ein neues Projekt in einem anderen europäischen Land begonnen. Die Pressen waren immer heiss auf’s Fressen im Vorfeld der Eröffnung, denn man investierte viel in Annoncen und der gleichen. Im Nachhinein waren Berichte eher spärlich, wie man sich denken kann. Nun ja, Markus war hier zuhause, in dieser Welt. Der Herr jener Welt war ihm schon immer gleichgültig.

Einmal, vor Jahren, da war es anders. Damals traf er Anna…..
Sie sah heute genauso schön aus, wie in jenen Tagen und älter wurde sie wohl auch nicht. Anna, jene schöne Unnahbare, mittelgross, schwarzbehaart und eine Mischung aus Mädchenhafter Unschuld und weiser Einsicht. Ein unkundiger Betrachter möchte sie als naiv einzustufen versucht sein, jedoch war Anna eine Frau mit Tiefgang, Fundament und Brücken. Gegründet in Tiefen, die ihm ehemals als Untiefen erscheinen mussten…..und heute um so mehr.

Kaum dachte er an sie, wird er ihr hier gewahr, inmitten dieser edlen Pracht des postklerikalen Ruhmes. Wie sie dort drüben lasziv und gelangweilt an einem grünlich schimmernden Cocktail schlürft, mit ihren Lippen aus samtweichen tastorganartigen beweglichen Bögen aus sanfterem Fleische, als er es je gegessen hatte. Da hinten, am anderen Ende des Saales, umringt von Verehrern, die ihr, welche sich sichtlich gleichgültig der Gesellschaft gegenüber, die Gemälde an den Wänden hinter ihnen betrachtet, Hab und Gut zu Füssen legen würden.

Trolley kann nicht anders, nimmt sie ins Auge und pirscht sich wie ein Egel an sie heran, der ausgetrocknet und schwach, an frischem Blute sich ergetzen muss. Das Spiel der Gegensätze beginnt sich selbst, dynamisch angetrieben von einer stetigen Gefahr der Selbstrunkenheit. Anna bemerkt ihn aus den Augenwinkeln, jedoch verhält sie sich als bemerke sie absolut niemanden ausserhalb ihrer eigenen Gedanken. Markus weitet seinen Brustkorb und blickt sie aus Verlegenheit noch arroganter an, als er es ohnehin schon den ganzen abend übte, wobei ihm das Blut in mächtiger Aufwallung in sein Kleinhirn aufsteigt und eben dieses ihn des Wahr-Nehmens noch unfähiger macht, was tatsächlich noch möglich ist.

Anna präsentiert sich ihm weiterhin als unnahbar, tut unbedarft und beobachtet mit ihren wachen Augen, die, kühl und heiss zugleich, wie zufällig und doch bestimmt, zeitweise auf ihm ruhen. Welches Markus - sich immer mehr im luftleeren Raum ihrer Unerreichbarkeit fühlend, dazu veranlasst, den bedeutsamsten Blick aufzusetzen, den er je vor dem Rasierspiegel geübt hatte.

Die Sonderbare lässt nun einen raschen, leicht provokant wirkenden, Blick auf ihn fallen, spielt unbekümmert
mit ihren Fingern in der Luft und lässt die Atmosphäre, durch Unterlassen jeglicher Gesten, sich selbst entfalten und beobachtet wie der Geschäftsmann im eigenen Saft, der selbst erschaffenen drückenden Spannung, brütet. Sie geniesst Trolleys Sich-Selbst-Nicht-Ertragen-Können und wie er, sich nach Abkühlung sehnend, Standbein und Spielbein, hastig wechselt.

Sie denkt bei sich, so wie sie müsse sich *Wahnfried* gefühlt haben, wenn denn Gegenstände denken können.

“Hier, wo mein Wähnen Frieden fand” - das hatte sich Wagner auf sein Haus gemeisselt - es steht auch heute noch, dort, auf diesem selbsternannten Bayreuther Friedhof, der der Äusserlichkeit und Identifikation mit dem schönen Schein, den krönenden Gipfel aufpfropft. Nicht etwa mit Schönheit bekrönt, nein, gelabelte Wichtigkeit ohn’ inneren Halt. Unentwickeltes Gutes wird zur Fratze. Jede Zeit hat ihre Gegenwart…und…ist der Prozess des Schöpfens zuende….muss neu geschöpft werden. Ansonsten gibt es Erschöpfung..oder Verstopfung oder Diarhoe. Naja, wie dem auch sei, irgendwie als solch ein Wahnfried für Markus Trolley empfindet sie sich.
Als solch ein Identifikationsobjekt für seine Begier, seine Selbstüberschätzung. Er sucht wohl seinen Haltepunkt, wie so viele, am Schein der Vergangenheit….
Sinnierend sieht sie nun aus dem Fenster

Markus, schwitzend wie ein Ruderer, der um sein Leben gegen den Strom rudert, beobachtet ihre gedankenvolle Stirne, eilt zur Toilette, wirft sich zwei Hände voll Wasser ins Gesicht und sprintet danach zum Buffet. Dort angelangt, trinkt er hastig ein Glas Punch, schüttet gleich danach ein zweites in sich hinein, nimmt sich ein drittes und geht, verlangsamteren aber immer noch sehr gehetzten Schrittes, auf sie zu. Er hebt lässig den Blick und sucht den ihren, mit einem absichtsvoll erarbeiteten lockeren Grübchen auf der Stirne und legt los:
“Der Punsch ist wie der, den ich letzten Sommer auf meiner Yacht am Strande von Goya mit den wichtigsten Vertretern von ………” fängt er an zu fabulieren, bricht jedoch jäh ab als er ihr Augenpaar nicht findet, da sie ihm überhaupt nicht zu folgen scheint und es wohl auch nicht im weiteren Ablauf der Zeit vor zu haben scheint.

Markus’ Blick gleitet unwillkürlich nach unten, in eine ihm gar nicht gefallen wollende, demütige Position. Er findet sich vom Schicksal in eine Rolle hineinanövriert, die er so gar nicht mit sich in Einklang bringen kann. - Schicksal, pfui*, er hatte sich diesen Begriff doch abgewöhnt, denn die Idee, einmal Opfer seiner eigenen Taten zu werden, passte so gar nicht zu seinem Stehkragenhemd. Was ihm auch nicht passte*, waren ihre farbenfrohe Abendgarderobe und ihr leuchtend-dezentes Makeup. Intensive Farben liebt er nämlich gar nicht, kann sie nicht vertragen, denn Farben im allgemeinen fördern nicht gerade seine Verdauung.

Zu schlecht zu kontrollieren in der Wirkung auf sein Gemüt, denn Farb- und Formwirkungen sind von dem menschlichen Verstand, der bar der Vernunft, es nicht vermag diese mystische Wirkensweise zu dechiffrieren. Solcherlei in abstrakt-tote Begriffe zu vertüten und zu Label’n mit an Wichtigkeit grenzenden Unworten, vermögen wohl nur Leute vom Fache. Profis wie mancher Kunsterzieher oder -Kritiker.

Er holt zu einem erneuten Schlage aus - für ihn sind menschliche Beziehungen kein Miteinander- und brescht los:
“Meine Villa wird gerade renoviert, ich kann mir vorstellen sie würde Ihnen gefallen. Sie liegt nur 20 Minuten von hier”

Nun wächst Markus wieder innerlich, während er von den dortigen Verhältnissen erzählt und ist überzeugt davon, dass er
diesen widerborstigen schimmernd-zappelnden Fisch, der einer lieblichen Meerjungfrau gleicht, nun in seinem
weltmännischen Netze gefangen hat und richtet sein äusseres Erscheinungsbild auf, dem weiten Himmel entgegen.
Sagen wir, zumindest so weit, wie er sich die weite der Himmel vorzustellen in der Lage ist.

Während Anna dieses Wachstum belustigt beobachtet und ihn listig im Auge behält entgegnet sie ihm lapidar:
“Ich hatte schon so eine Ahnung….” und denkt sich, wenn Menschen so wie dieser, der Negrophilie der Begriffe anheimgefallene Fetischist des ‘TunAlsOb’, funktionierten…….und alles durch die Brille, ihrer einmal und nie wieder gefassten Vorstellungen sähen, dann wäre diese Welt wohl recht automatisch.

Spezies Mensch in festgesetzten erstarrten Gedankenstrukturen, die dann automatisch und unkontrolliert, ungeführt und
unreflektiert ablaufen wie ein Hollywoodstreifen…..oh jeh, wäre dem so, würde es ihr manches erklären….Blockbuster sollten Elektroschocker heissen….

Es wurde ihr fast schwindelig, jedoch sie abstrahiert weiter und entfernt sich immer weiter aus der Situation
in der Trolley noch immer verharrte und erstarrte.

Es würden wohl viele scheinbar logische Weltbilder von sogenannten Individuen eigentlich nur emotionsgesteuerte
Vorstellungen enthalten und unwillkürliche Verbindungen eben dieser……Keine Gedanken?!…….Sie ist entsetzt über ihren eigenen Einfall.
Diese Monstren mischen sich unter die übrigen…eventuell wahrhaften Gedanken? Was ist denn Denken überhaupt?
Und was ein wohlgeordnetes Weltbild?
Sie entschliesst sich in Zukunft ihr Denken zu beobachten, um dem ganzen auf den Grund zu gehen.

Markus erschrickt, als er plötzlich gewahr wird, dass Anna ihn aus ihrem Bewusstsein gebannt hat, wo er doch davon ausging, er habe die Fäden in der Hand. Sie hingegen bemerkt seine Verwunderung und gibt ihm zu verstehen, sie hätte noch einiges zu erledigen und werde sich nun verabschieden.
Markus Trolley darauf gönnerhaft: “Dann werde ich Sie mal Ihren Pflichten nachkommen lassen” und
bestellt eiligst ein Taxi……natürlich für sie und für sich.

Norbert Schmitt
atelier@NorbertSchmitt.com
phone +49 (0)179 944 11 24

Sieg

Bewegtes Denken

Durchdachtes Bewegen

Anmut im Sinn

Herzenskraft bringt Mut

Siegreich und linde

- Drachentöter -

Gebiert den Löwen

Im Schlaf

Dampfstrahl

Hätt’ ich glauben

An die Kraft

Schallgedämpftes Handeln

Süsser Apfel

Wahnsinn geordnet

Korn

Göttergleiches Streben

Hammer & Amboß

Sichel & Korn

Kreideweisses Land

Bänder durchwirkt

Halt ohne Bindung

EVA

Ganz genau erreicht

Verschlüsselung kann

Monetäres dekodieren

Adamskostüm belagert

Fahrt in Werktstätten

Atelier des Schönen

Ungedacht

Supranasale Oligosynapsie

Erreichen der Verbindung

Denkkraft gibt Geleise

Deren Wege ungedacht

Überschau erfordert

- Willen im Haupte

- Denken im Leibe

Dunkel?

Buchgehandelt Schattengewächs

Des Ostens Theorien

Zeitens Wasser überspült

Dunkles Geheimnis

SMS oder S.innFrei M.acht S.inn

“SMS oder S.innFrei M.acht S.inn”:

______

1.

Denkst an mich - Du gibst mir Kraft.

Übertragung von Gedanken - Liebe lebt in Dir#Mir.

Bleib’ mir treu - Bin Dir verwoben - Gehe in Dich ein - Zwei zu Eins.

Kugeliges Wesen.

___________________________________

2.

Liebe mich - Ich tu’s Dir nach und vor.

Bleib’ erhalten mir - Will inspirieren Dich.

Frohes Fest der Sinne - Melde Dich bei mir.

Halt’ mich leis’ - Ich will Dich ganz.

Loser Bund.

_______________________________________

3.

Grönland auf Eis - Finnland trinkt grün.

Passepartout aus Sand - Sprühendes Crescendo.

LSD und PCP - MDMA und THC.

Kleine Steinchen eingeputtet - Punk is’ geil.

Mr. WarLoch

________________________________________

4.

Beschenktes Leben - Trinkendes Ambrosia.

Gib Leben dem - Der keines hat.

Totes begräbt Tote - Erweckung bewegt.

________________________________________

5.

Das Füllhorn der Gefühle - Gespürtes Gras des Lebens.

Glück verheissendes Glühen - Sparsamer Apfel.

Spielendes Sehnen - Wohlmeinendes Opfer.

Klingendes Rauschen - Wachstum.

_________________________________________

6.

Reich beschenkt - Ruhend in Macht.

Vollbeladene Rahmen des Denkens.

Gefüllte Frucht der Tat.

Fettauge der Oligarchen - Suppe der Szene.

Schein bar der Vernunft - CRYSTAL.

_________________________________________

7.

Hängst an schaumigen Perlen - Triefendes Glück von reifendem Baum.

Labend Dich an vollem Herz - Fürstin der feinen GeSinnde.

Flugfelder der Wohltaten - Biß der Schlange.

__________________________________________

8.

Sag’ mir sanft - Wo gehst Du hin.

Wandern will auch ich - Tu’ mir Gutes, weck’ mich auf.

Geschlafen hab’ ich - Viel zu lang’ - Gehen möcht’ ich weit.

Talisman im Herzen!

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9.

Sinnliches übersinnliches Fabelwesen - Dünkst mir mein Schicksal.

Kontakt zu Dir - In Puppenspielers Garten.

Vergleiche Sinn mit Unsinn - Brechung der Symmetrie.

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10.

Dschungel der Begierden - Großstadt der ungelebten Träume.

Wasser in Portionen - P.E.T. des Verlangens.

Suppe in Würfeln - Instant Gedanken.

Zucker und Salz - Oversized leer.

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11.

Gelungene Tat - Ach, sanftes Streben.

Umfangen leis’ - Flügel der Liebe.

Zeig’ mir dosiert - Was Gemüt erträgt.

Hand die gibt - was weitergereicht.

Der stete Fluss - Ergiessung.

—————–

Guter Mensch von SEZUAN - Eine neue BeENDigung

>Im Gerichtssaal nach dem Eintreten Chen Te mit den Richtern (Erleuchteten)
>entsteht Aufregung und Durcheinandergelaufe.
>—–
>Die Richter sprechen Chen Te mit ausladender Geste frei.
>
>–
>Erleuchteter 1:
>Menschen sind nicht alle gleich, wenngleich sie gleich sich dünken.
>D’rum ist dies Urteil hier, gerecht - bei Beachtung der inn’ren Seele
>und nicht nur physischer Gesetze…….
>Erleuchter 2:
>Der Seele Vielfalt muss Raum gewährt werden!
>Der Geist hat viele Facetten- auch, wenn der Bürger’s gerne einfach hätte.
>
>—–
>Der Barbier:
>Der Charakter ist der Schlüssel zur Erkenntnis und er ist der Schlüssel zur
>Wahr-Nehmung.
>Daher sagte ich schon oft in meinem Leben in taube Ohren, dass er meiner
>Meinung nach
>weitaus mehr (heraus-)gebildet werden kann als man allgemeinhin annimmt.
>(Tragend sagt er:)Authentisches findet man selten.
>
>Der Polizist:
>Du hast recht, wenn Du sagst, man träfe selten auf integre Menschen,
>jedoch kann man nach der Bildung der eigen-en Eigen-Schaften trachten und
>jenes
>wiederum ändert das Umfeld, die Umstände und die Welt mittelbar.
>(nachdenklich:)
>Was ist die Frucht-an der Tage Ende.
>Prozesse des Lebens-Leid und Erkenntnis.
>Geburten mit Toden-Kräfte der Kraft.
>Sei getrost-Sie kommt mit Pracht.
>
>——–
>Wasserträger/mann zu Chen Te:
>Geh mit mir zusamm’-an der Welten Rand.
>Sag’ wohin mich wenden-Größe erwartend.
>Schöne Seele die R(r)eine-gibt unbeschmutzt.
>Hygiene des Geistes-fordert Tribut-Todes-Mut-
>
>——–
>Der Tuchhändler zu dem Tischler:
>Lass’ mich sagen, die wunderschöne Chen Te, deren Leib von Ihrer Seele
>durchglänzt
>zu lichten Höhen steigt, wird wandeln Ihr Umfeld und dadurch des Geistes
>Pracht in
>dieser eklen Welt zur Verherrlichung verhelfen.
> ——-
>Der Tischler:
>—-
>Das Wesentliche im Auge-den Verlust erduldend.
>Erfüllt von sehnend’ Schmerz-Kümmernis Kunde erbittend.
>wagnis Wahn verschmelzend-Zeiten stehen still.
>——
>
>Chen Te tritt zum Publikum links:
>———–
>-ErSehnen des Nullpunktes-…(lange PAUSE)…
>Zug zwischen hier und dort.
>Ein Dazwischen gibt ein Zentrum.
>Ein Ziehen, welches trägt.
>Wollen, das sich gibt.
>Spüren, das vermisst.
>Ein GewahrSein in Entfaltung.
>Des Urteils Stillstand.
>Der Nullpunkt gebiert freies Weben
>’Sehnen. Intuitiver Tanz des Lebens.
>Geburt der Handlung wird zur Kunst.
>
>——-
>Erleuchteter 2:
>——-
>Sieh’ da! Der Wasserverkäufer erblüht durch Ihre Liebe.
>Der Ärmste der Sünder wird zum König der Frösche Sezuans.
>——-
>Erleuchter 1:
>——-
>Ei, ich seh’s! Sie sammeln um sich die, welche gewillt sind ihren Charakter
>zu veredeln.
>(Sie sammeln strebend Volk um sich, welches tätig umherschwirrt und tanzt in
>bunten Farben-
>andere jedoch hocken abseits in grau und nörgeln sich ins Grab-
>–kärgliches kauern in einer dunklen erdigen Ecke auf einer Bank/Sarg)
>—-
>Nun hat sich das Bühnenbild durch Einstrahlung von verschiedenfarbigem Licht
>auf eine vorher unsichtbar gebliebene seidenartige Leinwand in der Mitte der
>Bühne
>des Gerichtssaals in das innere eines *Bienenstockes* verwandelt.
>Wabenartige Ballen werden umhergetragen und gepackt und manche sitzen sich
>unterhaltend
>und (unschuldig)schmusend auf Waben.-Einspielung ggfs von Pachelbels Canon i
>gigue-
>—–
>Chen Te zum Publikum rechts:
>In der Hoffnung schreitend-der Süsse Fülle schmeckend.
>Gebende Hingabe trägt- schicksalstriefend’ Welle.
>Gourmet der Künste-kostet reiche Frucht.
>Bittersüsses Streben.
>———
>
>Wasserverkäufer/mann zu Chen Te:
>Der Ereignisse sanft gelingen-Liebe, welche lässt und webt.
>geh’und sieh’ der Welten Pracht-Schönheit und Sinn gibt Wesen
>Macht und Ohnmacht-kleinste Majestät.
>—
>Chen Te zum Wasserverkäufer/mann:
>—
>Am Haltepunkt wartend-Behörden entrückt.
>Fühlend die Zugkraft-zurück zu Engelsgleichem.
>An wohlmeinenden Pforten-harrst Du auf mich.
>Kräfte aus dem (Wasser-)Äther spendend.
>
>—–
>Der Flieger zu Chen Te:
>—–
>Betätigung des Leibes-Der Sinne Betören.
>Gibst mir sanfte Weichen-Der Wege Weisen.
>Flug durch Berg und Täler-Es geschieht mir Innen.
>Draussen wird Drinnen -Mächtige!-
>———-
>
>Zu den Erleuchteten gewandt rezitiert die Gemeinschaft der Bunten:
>—–
>Erwacht in feierlichstem Gewande-getröstet von tönendem Säuseln.(Pachelbel
>wird wieder angespielt)
>Die Kälte entäussernd-wärme produzierend.
>Der Sonne Macht-versetzt ins Zentrum.
>Schöpfender Quell.
>——-
>Chen Te kühl und ETWAS verächtlich:
>(gewandt zu 2 kalten und lauen Gesellen die so tun als seien sie mit
>Herzenskräften dabei)
>—-
>Kälte, die wärmend sich dünkt-bedachte Aktion als Mittler.
>Tun ist das Medium-verweigernd die Berührung.
>Der Unmittelbarkeit entäussert-gelingt der Lüge Täuschung!
>—————
>Chen Te:
>gewandt zu den Freudigen:
>schickt die 2 Lauen zu den Grauen!
>Wenn sie willens sind, mögen Sie wiederkehren!
>
>Erleuchteter 1:
>—
>Nettigkeit herbeiführend-aktives justieren.
>Wandlung der Situation-der Sympathie Macht.
>Unparteiisches Zuwenden-Urteil schweig!
>Nichts zu Wissen-Muss erlernt sein!!!!!
>—–
>—Vorhang—
>
>Chen Te tritt vor den Vorhang und sagt bedächtig sanft:
>WeiheNacht brachte und bringt-
>des Patriarchats Ende…….(-PAUSE-)………….
>Gleichklang der Kräfte potenziert-
>Frieden und Herrlichkeit der MACHT……(-PAUSE-)….
>kein Brevier!…….Erlass! -
>Freiheit ist ein Zustand!!!!!!!(<-LAUT-)-
>
>—(Pause)—
>Lebensvolle Glut-reissende Strömung.
>Erfüllende Siegestat-ruhmreiches Geheimnis.
>—(Pause)—
>Die Nacht zum Tag - wenn angelernte Ethik schweigt.
>Schaffen aus dem Vollen- gebt Genien freien Raum!
>Frage wird zur Antwort-Ausrichtung bringt Segen.
>-Angebot der Weile….greifet zu!
>
>(Chen Te breitet die Arme aus-zuerst der linke Arm dann der rechte, wie eine
>Umarmung des Publikums..-
> und verharrt in dieser Geste bis sich der Vorhang auftut und die anderen
>Schauspieler zum Applaus erscheinen.)
>—-ENDE—-

-von Norbert Schmitt (www.NorbertSchmitt.com)