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Moderne Terminabsprachen versus Glück

Dieser Eintrag stammt von Norbert Schmitt Am 15.3.2008 @ 00:41 In EPISCHE eSSAYS; sHORTsTORIES & EINfachHEITen | Kommentarfunktion deaktiviert

Modern ist viel zu phonieren, wenig zu sagen. Verabredungen zu simsen, umzusimsen- sich zu versimsen. Sims Dir eins, wer braucht da keins? Verabredungen leicht gemacht. Singles unter Singlen. Ein Lied für jede Stimmung - Dogma juchhe, ich will doofe Lieder wiederholen. Am besten, wenn die Texte nur 3 Silben haben. HitSingle des Monats. Single bells…Single bells…Goethe hasste Hunde…Erst Eins…Dann Zwei…Dann Drei dann Bier. Gebt Laute von Euch ihr Pfründe. ThrashMattel und TeleTuben, bildet meine Kinder.
Louis de FönE weiss Rat…In Tüten verpaxt mit Zettels dran, geht alles übern Tisch.

Brauchen ist nicht Lieben - macht ja nix - wir wollen nicht blöd sieben. Erfolgreiche bleiben unter Ihresgleichen - Fette Jahre sind vorbei. Der Pharmajunkie kratzt sich am Ei, will keine klimakterielle Gescheitheit. Der wichtigste Erfolg war mal, ANDERSWO, der kontinuierliche geistige Fortschritt. In diesem Kontinuum im Jetzt lag wohl ANDERSSEINS Ziel.
Heute liebt man Kirsch und Ladys, besser Mädchen. Miss Twiggy gibt ein STELLDICHEIN.
Schiefe Bohlen führen zum Erfolg.

Zumindest geben die Sterne anscheinend eine Richtung an - sie bewegen sich. Erreichter Lorbeer verblüht und modert, darum bewegt sich das ganze Himmelszelt. Es erblüht, erstirbt, ersteht auf…verwandelt sich in einem fort.
Das erreichte genügt auch kreativen Menschen selten, das ist wohl die Künstlernatur, die einen zu anderen Ufern *zwingt* - zum Glück. Künstlerisches Handeln gibt es selbstverständlich nicht nur in den Künsten. Nicht jeder ist ein Künstler -
aber jeder ist im Potential ein Künstler der Tat. Jedoch ist wohl schnöder Ruhm und was es so alles gibt nicht in der Lage Glück zu schaffen, wie man an mancher Berühmtheit, Übersättigung und Reichlichkeit sehen kann.
Ja, der Sinn und Zweck des Daseins und deren Erfüllung gibt uns das zurück, was wir der Welt/dem Leben geben - und nur das. Nicht unbedingt monetär und nicht sofort.

Man hat wenig Zeit im Moment der Gegenwart, nicht nur für Gespräche,sondern auch, für die Künste. Die Begegnung, das Gespräch war mal das Erbaulichste im Leben. Wie Mensch sich ja immer alles gerne ferne hält, wenn man etwas *Nützlicheres* zu tun hat. Es werden andere Prioritäten gesetzt. Das geht wohl der Kosten-Nutzen-Zeit so, denn, wenn man keine Zeit hat, dann braucht man keine Introspektion zu halten. Verantwortung bleibt nur für Entscheidungen die Schein-Individualität in Szene zu setzen.
Wie das geht, sehen wir alle Tage auf HdTV, LabERtops und Funkemariechens SeifenOpernBall. Bälle haben sie alle sehr GROSSE. Lippen die die Scham imitieren und keusch wird zu keuch. Feinheit unter’m Hackebeil - Lust am Funktionieren.

Das ist für die Menge besser, da MenGEN nicht in ihre Abgründe schauen wollen, nicht in Möglichkeiten. Daher das, was an moderner Adrenalinhaltigkeit in die Mengen geschossen wird. Man braucht keine Plastikpatronen, wenn das Blut von ganz
alleine fliesst. Fliesst es in den Äther - War der Ladenschluss wieder später.
Wer braucht schon SonnenTage, wenn man bei Regen in Krabbeltischen sein’ kärglich Leerheit vergisst. Lauf, lauf, lauf… der Schlussverkauf hat wieder auf.

Schlechte Ware für euronisch’ Geld, wer hat den Santa Claus bestellt.
Wer spricht da noch vom Sterne’Kind, wenn das ni’t die Cola bringt.
Auch die Bohnen tut er bringen, der frenchgescheisste Taugenichts.

Verpennt das Jahr auf Georgs Farm, Ölfrei darbend in südlicher’n Gefilden?

Niedriges weist einem halt nicht die eigene Kleinheit auf und man kann sich schön bespiegeln und NaRziSS bekommt Bestätigung seiner Mitläuferschaft. Schafte, geschafftet und ab in die Läden. Rauft euch um Schleim, all die Weil’,
bleibt der Zartheit schön daheim. Schlaf, Kindlein schlaf - Der PAPA ist kein Schaf. Rotkäppchen hatt’s gesehen und bleibt lieber nimmer stehen. Bei Messern, die auf Latein in arme Rücken dringen. Rotes Käppchen, gib’ fein acht, der Sandmann hat den Krieg gebracht. Der Krieg ist nicht in fernen Ländern, fein hier ist er in zertifizierten Gewändern.
Der Maestro vom fernen Sterne, hat Grammatikal’sche Bürokratie ni’t gerne.
STARwars:
Verdrehung der Begriffe, Lüge ersetzt den schönen Schein.
Minimal unwahr, wohl gefährlicher ist als radikal falsch.
MENGE:
Stränge Strenge Enge GEN

Naja, wer lamentiert - verliert.
Jeder ist seines eig’nen Glückes Schmied +
Schmückt die Rose sich - Schmückt sie auch den Garten.


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