ORAkel

Man kann durchaus der Ansicht, dass es sicherlich möglich ist in die nahe und ferne Zukunft einen Blick zu werfen. Sei dies durch Träume, Ahnungen und Intuitionen, sei es durch die Zuhilfenahme von Medien der verschiedensten Art en. Durchaus gibt es solche Mittel und Wege, die einem in der einen oder anderen kritischen Situation sehr sehr hilfreich sein können.

Bei dem spontanen und organischen auftauchen von ‘klaren’ Träumen und Intuitionen wird solches berechtigterweise als Geschenk erfahren. Auch das Vermitteln einer ‘ERKENNTNIS VON AUSSEN’, durch Bücher, Begegnungen und konkrete Hilfeleistung eines Ratgebers sind durch das kismetische Entstehen einer solchen Konstellation ein biografisches Präsent an den Adressaten.

Was hingegen sehr hinderlich sein kann ist das Delegieren von Entscheidungen an Resultate, bzw. an schon in die Zukunft als GELTEND angesehene Ergebnisse. Dieses untergräbt die Entscheidung des eigenen Willens, obschon selbstgewähltes Delegieren eine freie Willenstat ist, ist die Abhängigkeit, in die man sich begibt, durchaus nicht mehr frei. Ganz unbewusst begibt man sich Stück für Stück in ein Hasten nach Gesetzmässigkeiten, die einem die Entscheidung abnehmen sollen und nicht können.

Ganz unabhängig vom Willen des Ratgebenden kommt der Stein ins rollen. Leider kein Stein der Weisen, denn den muss man, wie Siegfried sein Schwert, selbst herstellen in der Schmiede des eigenen Inneren. Lassen wir den Willen den Hammer sein (so hat Thor doch sein Anteil daran), den Amboß das Denken und das hephaistische Gefühl und Feuer das zu schmiedende Erkenntnisorgan.

Das eine Entscheidungsabnahme de facto nicht existiert, sondern nur Mögliche Entwicklungstendenzen aufgezeigt werden, die die eigene freie Entscheidung immanent in sich tragen, vergisst man immer mehr, je öfter und intensiver man nach der ‘optimalen’, der vorgegebenen oder schicksalshaften Entscheidung sucht.

Das Paradoxon löst sich erst, wenn man wieder gelernt hat in die spontane herzgefühlte Entscheidung zu gelangen, denn das Herz weiss tatsächlich schon vorher, wo der richtige Weg liegt. Wenn einem das Herz erkaltet ist oder noch nie aufwachte bis dato, muss Mensch wohl zuerst menschlich werden.
Das meinte wohl Novalis damit, dass man zum Menschen sich erst selber macht.

Bei Verwirrung helfen sicherlich Anhaltspunkte, werden es jedoch mehr und mehr und immer mehr Anhaltspunkte, sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und der ENTSCHEIDUNGSPROZESS wird sogar durch die überhandnehmenden verstandesmässigen Inhalte, des …was wäre wenn…, immer weiter in ein Labyrinth getragen, welches uns von unseren tieferen Erkenntniskräften fernhält.

Schon in die Zukunft als GELTEND angesehene Ergebnisse, die man mathematisch, logisch versucht zu ergründen, können gar nicht existieren, denn eine jede Tat eines jeden Geschöpfes auf diesem Planeten beeinflusst die zeitliche Abfolge. Mut zur Vision bedeutet nicht Ergebnisorientiert zu sein, sondern auch Mut das organisch- lebendige Entstehen zu befürworten. Dann könnte der Stein der ins rollen käme vielleicht doch zur smaragdenen Steintafel werden, die sich gerne von Weisheit beschreiben lässt, wenn denn da ein Wille ist.

Wille und Weg bestimmen sich gegenseitig, jedoch muss der Wille gefühlt und auch gedacht sein und sich zurücknehmen können, um zu lauschen was das Leben bringt. Wäre das Auge nicht ruhig, könnte es nichts wahr-nehmen. Übrigens ist das Gleiche nicht Dasselbe, somit gehen gegebenenfalls Nietzsches Gedanken tiefer als so mancher glaubt. Kein endlos sich wiederholendes kafkaeskes Gefängnis beschreibt der noch gesunde Mann, sondern ein Potential, welches im Wiedererkennen von Mustern und Gegebenheiten existiert.
Wer vorher das Ergebnis definiert, muss in die Irre gehen, wollte uns schon ein grosser Frankfurter sagen, den man ungerne als wissenschaftlichen Geist erkennt, weil er keine definierte wissenschaftliche Laufbahn hatte.

VorStÄNDER NUTtzIG schmierend

Lauf lauf _ Brüderlein lauf
Über Stock und über Stein
Wer will stehts der erste sein
Kauf kauf _ Brüderlein kauf
Lass Interesse in Tand versiegen
Soll Dich doch der Teufel kriegen

Sauf sauf _ Brüderlein sauf
Des Kaisers neue Kleider
Verboten sind die guten Sachen
Erlaubt nur was die Reichen machen
Gegärt gegerbtes Leder
Weder Haar noch FEDER

Brauch brauch _ Schwesterchen brauch
Der Bock steht nicht im Stall
Terroristen, Dependanzen
Altlast, Zins, ElektroAale
Lanzen Lanzen Lanzen
Amfortas Gegenwartsannale

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